Wie starb Benno Ohnesorg – der 2. Juni 1967 & Lenchen Demuth und Karl Marx

Zu Gast bei uns: Klaus Gietinger

Wie starb Benno Ohnesorg – der 2. Juni 1967

D 2017 | Regie: Klaus Gietinger | 45 min | FSK: ungeprüft | deutsche Fassung

Er liegt am Boden, eine junge Frau kniet neben ihm und hält den Kopf des Sterbenden. Das Bild wird zum Symbol. Es wird Hunderttausende auf die Straße treiben. Der 2. Juni 1967 wurde zum Katalysator des studentischen Aufbegehrens, der Tag verändert das Land. An ihm begann „1968“.

Wie kam es zu dem Schuss?

An diesem Tag besuchte der Schah von Persien West-Berlin und Studenten gingen auf die Straße, um dagegen zu demonstrieren. Ein Schuss fiel. Der 26-jährige Ohnesorg starb. Geschossen hatte der Polizist Karl-Heinz Kurras. Wie kam es zu dem Schuss? Was geschah wirklich am 2. Juni 1967?

Die Dokumentation rekonstruiert minutiös die Abläufe. Sie geht allen Spuren in Ost und West nach. Wertet bislang unbekannte Akten, Fotos sowie verschollen geglaubte Filmschnipsel aus und interviewt zahlreiche Augenzeugen, von denen die meisten noch nie vor der Kamera standen. Ein investigativer Geschichtsthriller entstand. Im Juni 2017 jährt sich der Tod von Benno Ohnesorg zum 50. Mal.

Wie starb Benno Ohnesorg?

„Das Bild des sterbenden Demonstranten wird 1967 zum Symbol und zum Katalysator des studentischen Aufbegehrens. Die Dokumentation rekonstruiert minutiös die Abläufe des 02. Juni 1967, wertet Aufnahmen aus und interviewt Augenzeugen“

Lenchen Demuth und Karl Marx

D 2018 | Regie: Klaus Gietinger | 45 min | FSK: ungeprüft | deutsche Fassung

Demuth, geboren am 31. Dezember 1820 in St. Wendel. 1843 wurde sie Hausmädchen und enge Vertraute der Familie Karl Marx in Trier und folgte ihr im Revolutionsjahr 1849 nach London ins Exil. Karl Marx gab viel auf ihr Urteil, ihren „Arbeiterstandpunkt“, da sie in der Lage war, „geradeheraus ihre Meinung zu sagen.“ Sie pflegte Karl Marx bis zu dessen Tod 1883.

Lenchen Demuth starb am 4. November 1890 mit 70 Jahren in London. Beerdigt wurde sie im Grab von Karl und Jenny Marx, so wie die beiden es sich zu Lebzeiten gewünscht hatten.

Klaus Gietinger zeichnet in seinem Doku-Drama in einer Mischung aus Spielszenen, Originaldokumenten und einer Spurensuche die Lebensgeschichte von Lenchen Demuth nach und erhellt dabei auch die Hintergründe des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruchs im 19. Jahrhundert